Noch nie war der Auto und Motorrad Diebstahl ohne Schlüssel so leicht wie seit der Einführung des Schließsystems Keyless Go. Von 180 getesteten Fahrzeugen des ADACs konnte nur ein Auto nicht spurlos entwendet werden!

Kurze Erläuterung des Komfortsystems Keyless Entry
Bei Keyless Entry handelte es sich ursprünglich um ein Schlüsselsystem  für Autos und neuerdings auch Motorräder. Sobald sich der im Schlüssel verbaute RFID-Chip in der Reichweite des Empfängers des entsprechenden Fahrzeuges befindet, entsperren sich die Türen beim Auto oder die Zentralverriegelung vom Motorrad, ohne Betätigung des Schlüssels automatisch. Zudem ist es möglich den Motor alleine per Knopf zu starten und stoppen. Keyless Go im Detail…

Die Vor- und Nachteile des Systems im Vergleich

Der Hauptgrund für den Einsatz von Keyless Go in Autos und Motorräder ist logischerweise der Komfort. Natürlich ist ein Fahrzeug, welches sich automatisch entriegelt und verschließt, wenn man sich in zum Auto hin bzw. weg bewegt super praktisch. Auch wenn der Schlüssel am Boden begraben in der Handtasche oder im Rucksack liegt.

Außerdem aktivieren die neuen Fahrzeuge bestimmte Funktionen. Es werden beispielsweise die Spiegel automatisch ausgeklappt oder der Radio beginnt wieder Musik abzuspielen. Des Weiteren sendet das Fahrzeug ein akustisches Signal, sobald der Schlüssel im Auto vergessen wurde.

Den wohl gravierendste Nachteil stellt die Sicherheit da. Zwar wird uns von den Fahrzeugherstellern immer wieder versichert, Keyless Go biete kein Sicherheitsrisiko, was beispielsweise die Testergebnisse des ADACS aber weitgehend wiederlegen.

Des Weiteren kommt es einem auch öfters zu Ohren, dass Keyless Go störanfällig sei, das heißt die Elektronik soll teilweise ausfallen, was schließlich das gesamte Fahrzeug lahm legen würde. Dieses Problem scheint bei älteren Autos durchaus aufgetreten zu sein, aber mittlerweile steckt dieses System nicht mehr in den Kinderschuhen, folglich sind solche Aussetzer sehr selten zu vermerken.

Vorteile

  • Sehr hoher Komfort
  • Akustisches Signal, sobald der Schlüssel im Auto vergessen wurde

Nachteile

  • Mangelnde Sicherheit
  • Extreme Abhängigkeit von der Elektronik

Erwiesenes Sicherheitsrisiko von Keyless Go

Laut einigen Sicherheitsexperten, den Testergebnissen des ADACs und der Auto Bild ist Keyless Go absolut unsicher. Nur ein Modell von über 180 getesteten Autos von nahezu allen Marken, wie beispielsweise BMW, Porsche, Audi, Ford, VW oder Mercedes konnte nicht entwendet werden. Einzig der Der Range Rover Discovery aus dem Jahr 2018 hat ein sicheres System verbaut.

Hier die Liste aller gestesten Fahrzeuge vom ADAC stand 23.07.2018!

Bei den Motorrädern sind alle drei getesteten Zweiräder von BMW, KTM und Ducati durchgefallen. Deswegen werden die Versicherungsanbieter die Preise von unsicheren Fahrzeugen mit Keyless Go in naher Zukunft höchstwahrscheinlich erhöhen.

Verwunderlich ist, dass die anderen Autokonzerne keinen besseren Schutz integriert haben, obwohl die Sicherheitsprobleme seit 2011 bekannt sind. Eine Team der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich hatte nämlich damals schon in einer ausführlichen Studie dargestellt, wie die Fahrzeuge mit einem solchen System geknackt werden können. Unwahrscheinlich das die Autokonzerne davon nichts wissen.

Fakten

  • Nur die Range Rover Automodelle aus dem Jahr 2018 sind nicht gefährdet
  • Alle Motorräder mit Keyless Entry sind unsicher
  • Die Sicherheitsprobleme sind schon seit 2011 erwiesen

Typischer Ablauf eines Diebstahls von Fahrzeugen mit Keyless Go

keyless go

Um ein Fahrzeug mit Keyless Go zu klauen benötigt es mindestens zwei Täter. Der eine Kriminelle (A) verlängert die Reichweite des RFID-Chips im Autoschlüssel, während der andere Täter (B) dieses Signal mit einem Lesegerät neben dem Auto einfängt. Dadurch wird dem Fahrzeug versichert, die Diebe seien autorisiert und es entsperrt sich. Auch wenn sich der Schlüssel im Haus bzw. der Wohnung befindet. Der Diebstahl dauert nur wenigen Sekunden und mit guten Reichweitenverlängerer können mehrere 100 Meter überbrückt werden. Mit den selben Geräten, welche auch beim Autotest verwendet wurden, erreichte der ADAC bei Motorrädern Signalverbindungen von bis zu 20 m.

Im Folgenden findest Du ein Video aus Großbritannien von einer Überwachungskamera, die einen Diebstahl aufgenommen hat.

Die Teile um Fahrzeuge mit dieser Methode zu klauen, kosten unter 100€ und lassen sich in jedem herkömmlichen Elektrogeschäft beschaffen. Außerdem findet man die Anleitung für den Zusammenbau dieser zwei Geräte im Internet.

Da sich das System erst wieder verriegelt, wenn der Motor abgeschaltet wird, werden die Fahrzeuge bei laufendem Motor betankt und dann meistens ins Ausland nach Osten gefahren, wo Spezialisten die Verriegelung entschärfen. Problematisch wird es auch, wenn die Täter den Motor abwürgen lassen und aus dem Auto flüchten. Denn der Diebstahl hinterlässt keinerlei Spuren, somit Gerät man schnell unter Verdacht Versicherungsbetrug zu begehen.

Zusammenfassung

  • Die Kriminellen müssen mindestens zu zweit arbeiten
  • Zum Entsperren eines Fahrzeugs mit Keyless Go wird die Reichweite des Autoschlüssels verlängert (bis zu mehreren hundert Metern)
  • Die Reichweitenverlängerer sind billig und einfach zu erwerben
  • Der Diebstahl läuft vollkommen spurenlos ab

Praxisbezogene Beispiele dieser Diebstahlmethode

Die meisten Autos und Motorräder werden in der Nacht wenn ihre Besitzer schlafen und wenig auf den Straßen los ist geklaut. Dabei nutzen die Diebe unvorsichtige Fahrzeugbesitzer aus, welche ihren Schlüssel in der Nähe von der Hauswand oder einem Fenster positionieren. Die Täter sind immer zu zweit unterwegs, in der Regel kommen sie mit einem Auto und verschwinden schon in weniger als einer Minute mit zwei Fahrzeugen.

Ähnlich läuft es im Supermarkt ab. Die Kriminellen warten auf dem Parkplatz bis ein schicker Wagen mit Keyless Go ankommt. Dann verfolgt der eine Täter den Besitzer des Fahrzeuges, während sich sein Komplize neben dem Auto positioniert. Der Täter im Supermarkt wartet bis der Autobesitzer kurz stehen bleibt, beispielsweise an der Wursttheke. Dann täuscht er vor, er würde etwas an seinem Tablet nachsehen, wobei er in Wirklichkeit das Signal des RFID Chips im Autoschlüssel verlängert. Zuletzt braucht der andere Täter nur noch das Signal mit seinem Gerät einfangen. In Folge dessen entsperren sich die Türen und er muss nur noch den Startknopf drücken und kann verschwinden.

Diebstähle in einem Restaurant oder Wirtshaus sowie in der Tiefgarage laufen nach dem selben Prinzip ab. Logischerweise gibt es bei jedem Betrugsversuch Abweichungen in der Handlung, folglich können wie dir nicht alle Szenarien aufzählen.

Beliebte Tatorte

  • Wohnungen mit Fahrzeug Parkplatz direkt neben an
  • Tiefgaragen
  • Supermärkte
  • Restaurants & Cafes

Weitere Diebstahlmethoden ohne Keyless Entry

Jamming

Ein weitere Methode Autos zu öffnen die auch Fahrzeuge ohne Keyless Go betrifft nennt sich Jamming, dabei wird die Funkverbindung blockiert. Hierfür nutzen die Kriminellen ein Funkfrequenzstörgerät, welches das Signal des Funkschlüssel überlagert. Dabei reagiert das Fahrzeug beim Abschließen mit dem typischen Verschluss- bzw. Öffnungsgeräusch und auch die Blinker leuchten kurz auf. Somit wirkt es, als wäre das Fahrzeug abgeschlossen, aber in Wirklichkeit bleibt es offen. Um sich zu vergewissern, ob das Fahrzeug wirklich verriegelt ist, kann man nur per Hand die Türklinke betätigen und testen ob diese verschlossen ist oder man schließt direkt mit dem Schlüssel ab.

Klonen des Autoschlüssels

Wenn die Kriminellen einmal in das Auto gelangt sind versuchen sie altmodischer Weise das System kurz zu schließen oder aber fertigen eine Kopie des eigentlichen Autoschlüssels an, in dem sie ein Lesegerät an die Boardelektronik anschließen und damit alle relevanten Daten auf einen Schlüsselrohling transferieren. Der Fachbegriff hierfür nennt sich anlernen. Für das Anlernen brauchen die Diebe nur einen Schlüsselkopierer, welcher im Ausland für etwa 300 € zu erhalten ist und einen Rohling für das entsprechende Automodell. Dabei läuft dieser Prozess in ca. 30 Sekunden ab. Mit besseren Geräten sogar mehr als halb so schnell.

Auf dieser Website findest Du die meist geklauten Autos in Deutschland aus 2016.

Jamming

  • Stören der Funkfrequenz des Autoschlüssels ⇒ Fahrzeug bleibt geöffnet
  • Optisch wirkt es, als wäre das Auto abgeschlossen
  • Tipp: Verriegelung per Hand prüfen

Klonen bzw. Anlernen

  • Anfertigung einer Kopie des Autoschlüssels mithilfe des Autoboardsystems
  • Geringe Anschaffungskosten der Technik & Zeitdauer von maximal einer halben Minute

Die besten Schutzmaßnahmen gegen Motorrad und Auto Diebstahl

Wenn Du dir ein neues Fahrzeug mit Keyless Go zulegen möchtest legen wir es dir stark ans Herz die Vor- und Nachteile dieses Systems abzuwägen und dann nur ein Fahrzeug mit sicherer Technologie zu kaufen bzw. sofort einen Schutz zu besorgen. Hast Du schon ein Motorrad oder Auto mit Keyless Entry, findest Du im Folgenden jegliche kostenfreie und kostenpflichtige Schutzmethoden.

Kostenlose Schutzmaßnahmen

Abschließbare Garage: Wenn Du die Möglichkeit hast, ist es am einfachsten das Du dein Motorrad oder Auto über Nacht in einer abschließbaren Garage parkst. Tagsüber für das Parken an leicht zugänglichen Plätzen, brauchst Du dann aber eine weitere Schutzmaßnahme.

Begrenzter Frequenzradius: Des Weiteren  sollte man den Schlüssel in der Wohnung nicht neben Fenstern ablegen, sondern zentral im Haus positionieren, sodass im Radius von mindestens drei Metern keine Verbindung hergestellt werden kann. Weil der RFID-Chip im Keyless Entry Schlüssel nur in diesem Radius funkt, können die Kriminellen mit einem Reichweitenverlängerer den Schlüssel nicht kontaktieren und folglich das Signal nicht verlängern.

Alufolie und Metalldosen: Oftmals wird auch darüber berichtet, dass Alufolie die Frequenzen abschirmt, doch davon würden wir abraten. Denn dann sollte man den Schlüssel in mindestens drei Schichten einwickeln. Außerdem reicht meistens ein Loch, damit ein Signal abgegeben wird.  Ebenso ist das ständige ein und auspacken auf Dauer auch nicht wirklich komfortabel, was man sich durch die Anschaffung von Keyless Go normalerweise erhofft. Metalldosen dämpfen zwar die RFID Strahlung, doch nicht immer ausreichend.

Safelock: Zwar hilft dieses Sicherheitssystem nicht gegen einen Diebstahl mit Keyless Go, aber gegen normale Einbrüche ins Auto. Wenn Du Safelock aktivierst, lässt sich im Gegensatz zu der normalen Verriegelung dein Auto nicht mehr von Innen öffnen. Vergisst Du beispielsweise deine Scheiben zu schließen oder deine Fenster werden zerstört, können die Kriminellen maximal durch den offenen Spalt klettern. Solltest Du Kinder haben würden wir dir dieses System nicht empfehlen, weil sich Autos insbesondere im Sommer extrem aufheizen, was für Kleinkinder schnell tödlich werden kann. Befindest Du dich einmal in einer solchen gefährlichen Situation, greif dir sofort einen spitzen Gegenstand und schlag bestenfalls eine Seitenscheibe ein.

Kostenpflichtige Abwehrmethoden

Spezielle Etuis & Taschen: Spezielle Etuis, Taschen, Hüllen usw… schirmen den Schlüssel ab, indem diese Schutzmethoden die RFID Strahlung nicht passieren lassen. Blocker gegen die Frequenz der Chips im Keyless Go Schlüssel gibt es leider nicht. Weitere Informationen über den RFID Schutz.

Lenkrad & Bremsscheibenschlösser: Außerdem kannst du dir einen zusätzlichen Schutz einbauen beispielsweise Bremsscheibenschlösser oder Lenkradschlösser.

Alarmanlagen: Da die von Werk an eingebauten Alarmanlagen alle eine Serienfertigung sind, wissen professionelle Diebe aus Erfahrung beispielsweise indem sie ein anderes Auto der entsprechenden Marke analysieren oder sich die Schaltpläne besorgen, was für Modelle verbaut sind und wo die diese zu finden sind. Folglich ist es für die Diebe äußerst leicht eine Serienalarmanlage zu deaktivieren. Dafür harmonieren Hersteller interne Modell besser mit dem System und Programmierungen & Codierungen laufen zuverlässiger. Was wiederum das Problem aufwirft , wonach diese Serienalarmanlagen werkseitig in das System integriert sind und demnach auch per On-Board Diagnose (OBD) manipulierbar sind.

Keyless Go kannst Du bei den meisten Alarmanlagen in der Regel weiter problemlos nutzen.

Ein weiterer Vorteil der nachträglich eingebauten Alarmanlagen von anderen Anbieter ist der, dass diese bei jedem Fahrzeug an unterschiedlichen Stellen verbaut werden und die Täter nicht ahnen können welches Modell verbaut wurde, deswegen brauchen die Kriminellen schon einmal mehr Zeit zum analysieren der Alarmanlage.

Sicherlich ist ein Problem von Autoalarmanlagen, dass diese immer wieder fehlerhaft auslösen und dadurch schenken die meisten Leute dem piepen oftmals keine Beachtung mehr. Aber wichtig ist die Präventivmaßnahme, denn wenn die Diebe merken das ein Auto eine hochwertige Alarmanlage verbaut hat, werden sie normalerweise nicht dieses Fahrzeug stehlen, sondern nach einem Auto ohne dieser Sicherheitsmaßnahme schauen.

Zudem muss man vor dem Einbau einer externen Alarmanlage unbedingt beim Hersteller nachfragen, ob die Alarmanlage zugelassen ist. Die Preise für die Alarmanlagen setzen sich aus den gewählten Sicherheitsfunktionen und dem Einbau zusammen. In der Regel liegen die Kosten zwischen 300 und 500€.

Alarmanlage Zusatzoptionen:

  • GPS Ortungsmodul
  • Handy Benachrichtigung
  • Neigungssensoren
  • Radarsensor
  • Schocksensor
  • Wegfahrsperre

Die Modelle von Pekatronic, Cobra und Ampire gelten als die bekanntesten externen Alarmanlagen.

GPS Tracker: Selbstverständlich ist es auch möglich ein Ortungschip einzeln ohne eine gesamten Alarmanlage zu verbauen. Dann wird dein Fahrzeug zwar gestohlen, aber Du erkennst wo sich dein Auto oder Motorrad aktuell befindet. Dementsprechend erleichterst Du der Polizei die Arbeit ungemein, was dir wiederum den Vorteil bringt leichter an dein Fahrzeug zu gelangen.

Kostenlose Schutzmaßnahmen

  • Schlüssel außer Reichweite aufbewahren
  • Alufolie und Metalldosen nur bedingt
  • (Safelock, Garage)

Kostenpflichtige Abwehrmethoden

  • Spezielle Taschen & Etuis
  • Alarmanlagen
  • GPS-Tracker
  • Lenkrad & Bremsscheibenschlösser

Beispiele für sichere Keyless Go Systeme 

Die aktuell einzige sichere Range Rover Technik überprüft die Signalzeit vom RFID Chip bis zum Empfänger. Dauert die Übertragung zu lange, folgert das System eine Reichweitenerhöhung des Funkschlüssels und blockiert alle Türen. Aber andere Modelle von diesem Konzern wie der Range Rover Sport und der Jaguar E-Pace aus dem Jahr 2018, bieten das gleiche Sicherheitssystem.

Ein weitere Technologie, welche Fahrzeuge mit Keyless Go schützen soll, hat das Regensburger Unternehmen Continental entwickelt. Dabei wird der Schlüssel mit einem Bewegungssensor ausgestattet.  Sodass der RFID-Chip  erst aktiv wird, wenn der Schlüssel in Bewegung ist. Infolgedessen haben die Täter nahezu keine Chance ein Fahrzeug zu klauen. Obwohl dieses System 21 Autokonzerne angeboten wurde und in der Produktion gerade einmal 46 Cent kosten würde, haben sich nur BMW, Ford und Mercedes bereit erklärt, diese Technologie in Zukunft zu verbauen. Porsche, VW und Audi gab an, lieber eigene Systeme testen zu wollen.

Um den RFID-Chip auch nicht beim herumlaufen beispielsweise beim Einkaufen im Supermarkt aus dem Ruhestand zu wecken, hat Continental im Chip zusätzlich ein Programm entwickelt, welches ein Bewegungsprofil des Motorrad- bzw. Autobesitzer zu seinem Fahrzeug erstellt und dadurch erkennt, wenn der wahre Besitzer sich nähert und erst dann entsperrt. Aber bisher hat diese Technologie noch niemand bestellt.

Stoppuhr (Range Rover Keyless Entry Technologie 2018)

  • Misst die Signalzeit vom Schlüssel bis zum Lesegerät im Auto ⇒ Bei einer Verlängerung des Signals erhöht sich die Zeitdauer, was das Fahrzeug wiederum erkennt und die Türen blockiert
  • Alle Modelle von Range Rover und Jaguar aus dem Jahr 2018 haben dieses System integriert

Integrierter Bewegungssensor (Continental)

  • Bewegungssensor ist im Autoschlüssel eingebaut ⇒ Der Schlüssel muss in Bewegung sein, damit sich das Fahrzeug öffnet
  • Neuerdings erstellt ein Programm auch ein individuelles Bewegungsprofil des Besitzers

keyless entryFAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema Keyless Entry

Kann man ein Keyless Go System nachrüsten?

⇒Ja, die Grundvoraussetzung für das Nachrüsten von Keyless Entry ist, dass dein Fahrzeug eine Zentralverriegelung besitzt. Dazu müssen die folgenden Elemente eingebaut und abgestimmt werden:

  • KEYLESS-GO Schlüssel
  • Steuergerät
  • Antennen
  • Start/Stopp – Funktion (Motorstart ohne Schlüsselbenutzung)
  • Komfortöffnung und Schließung
  • Griffmuldenbeleuchtung.

Die Kosten für das System und den Einbau variieren hierbei, aber man muss in der Regel mit Preisen im vierstelligen Bereich rechnen. Für den Einbau wenden sich sich am besten an eine Fachwerkstatt.


Ist das öffnen bzw. schließen per Funkschlüssel sicherer als mit Keyless Entry?

⇒Nein beides hat seine Vor- und Nachteile, aber die Funkschlüsselfrequenz zum öffnen und schließen lässt sich auch noch abspeichern und dadurch können die Täter das Fahrzeug immer entsperren. Dafür ist der Schlüssel nicht durchgehend dabei nach einem Signal zu suchen.


Kann das Auto von einer anderen Person beispielsweise dem Beifahrer gestartet werden, wenn beide schon im Auto sitzen und der Besitzer mit Schlüssel das Auto verlässt?

⇒Nein, nur wenn der Fahrzeugbesitzer direkt vor dem Auto steht, geht er weiter weg funktioniert es nicht, da der Schlüssel in Reichweite sein muss.


Wie kann man sein Auto öffnen, wenn der Akku des Keyless Go Schlüssels lehr ist?

⇒Wenn die Schlüsselbatterie sich langsam entleert, leuchtetet auf dem Boardcomputerdisplay die Meldung “Schlüsselbatterie wechseln” auf. Sobald diese Nachricht erscheint, hat man noch ein paar Tage dafür Zeit. Ist die Batterie leer, funktionieren zwar die Tasten des Keyless Go Schlüssels (öffnen / schließen) nicht mehr, aber man kann den Wagen “manuell” aufschließen. Unter dem Türgriff der Fahrertür ist ein Einschub für den Notschlüssel aus der Fernbedienung. Man muss zuerst die Kappe vom Türgriff abmachen, dann lässt sich das Schloss entsperren. Damit der Wagen anspringt, braucht man den Schlüssel nur noch direkt an das Schlüsselsymbol mit abgehenden Strahlen, ähnlich wie dem Wlanicon halten, welches sich auf dem Boden der Becherhaltern verbirgt und zuletzt den Startknopf drücken. Da jedes Fahrzeug etwas anders reagiert, legen wir dir ans Herz zunächst die Bedienungsanleitung zu lesen.

Keyless Go detailliert erklärt

Sobald sich der Fahrzeugbesitzer mit seinem Keyless Go Schlüssel den Empfangsbereich von den Näherungssensoren seines Autos oder Motorrads nähert, erwacht das System aus dem Standbymodus. Dadurch werden codierte Signale zwischen dem Lesegerät des Fahrzeuges und dem Schlüssel gegenseitig übertragen. Stimmen diese Codes überein, leitet das Steuergerät die Signale weiter an die Zentralverriegelung und die Türen entriegeln sich.

Wird das Keyless Entry System eine gewisse Zeit (je nach Fahrzeug unterschiedlich) nicht genutzt beispielsweise im Urlaub, schalten sich die Näherungssensoren der Beifahrertür und der hinteren Türen ab, um den Stromverbrauch zu reduzieren. In Folge dessen erkennt das Steuergerät die Signale des Schlüssels nur noch, wenn diese über die Fahrertür oder den Kofferraum empfangen werden. Sollte dies nicht funktionieren, kann man das Fahrzeug immer noch aktiv mit dem Notschlüssel oder der Fernbedienung öffnen.

Zum starten und abschalten des Fahrzeuges mit Keyless Go muss der Start/Stoppknopf und je nach Auto entweder das Brems oder das Kupplungspedal getreten werden. Nachdem das Fahrzeug abgestellt wurde, gilt es die Zentralverriegelung zu aktivieren und die Türen zu verriegeln. Dafür wird die Türklinke kurz angetippt. Je nachdem wie oft man die Türklinke antippt, werden unterschiedliche Schließfunktionen aktiviert. Beispielsweise kann bei VW Safelock durch zweimal antippen aktiviert werden.

Namen anderer Keyless Go Anbieter

Ursprünglich ist Keyless Go eine eingetragene Wortmarke der Daimler GMBH, da Mercedes-Benz und Siemens VDO  1999 als erste Firmen gemeinsam dieses System entwickelten und in die Mercedes S-Klasse einbauten. Doch umgangssprachlich werden alle Techniken jeglicher Fahrzeuge mit diesem Komfortsystem so genannt. Dabei haben die anderen Auto und Motorrad Konzerne dieser Technik einen eigenen Namen gegeben. Auf Wikipedia sind die Bezeichnungen aller Marken übersichtlich aufgelistet.

Systembezeichnungen der verbreitetsten Automarken:

  • Audi: Komfortschlüssel
  • BMW: Komfortzugang bzw. Comfort Access
  • Daimler: Keyless Go
  • Ford: KeyFree Power
  • Toyota: Smart Entry & Start
  • Volkswagen: Keyless Access